25/11/2020

22 PISTEPIRKKO winken

22 PISTEPIRKKO  downhill city orginal soundtrack
1999

Soundtrack zu einem kleinen aber feinen Indie-Episodenfilm mit Franka Potente in einer Winzrolle als sächselnde äh, Sächsin. Worum geht’s? Unter anderem um einen finnischen Musiker, der nach Berlin kommt und versucht, sich im Gefühlsgestrüpp aus Heim- und Fernweh ein bisschen zu finden und als Musiker durchzustarten. Finnen reisen nicht selten mit Fähren. Ich lebe selbst an einem Ort, wo sich tagtäglich riesige Fähren tief in die Stadt schneiden. Und sich dann wieder weit davon entfernen. Sehr weit manchmal. „Where’s the home, Joe?“ fragen 22 Pistepirkko einmal. Dort wo man der Fähre hinterherwinkt, oder dort, wohin man sich von den Winkenden entfernt? „I don’t know“ antworten sie nach einer Pause gleich selbst, weil’s eben jeder für sich allein herausfinden muss. Und weil 22 Pistepirkko auf dem Soundtrack viele Pausen lassen, also sowohl ihrem kratzigen, atmosphärischen Indie-Blues als auch den Protagonisten des Films Platz zur Entfaltung geben, durchzieht viele Tracks eine Unaufgeregtheit, die mich mehr anzieht als die “offiziellen” Studioalben der Gruppe, die mehr auf Druck setzen.

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