24/11/2020

BRIAN ENO an land









BRIAN ENO  ambient 4: on land
1982




Neulich fragte im Musikforum jemand nach Songtiteln aus Jahreszahlen. Mir fiel Brian Enos “Dunwich Beach, Autumn, 1960” ein. Mir fiel auch Takeo Toyamas “Hello88” ein. Ein Einfall, den ich vorgestern schon auf diesem Blog verbraten habe.

“Dunwich Beach, Autumn, 1960” ist von Enos viertem Teil seiner Ambient-Serie, “Ambient 4: On Land”, dem man in seinem bassigen Wälzen anmerkt, dass er schwere Landmassen beschreibt und keine Flughafenhallen in Leichtbauweise, wie noch auf “Ambient 1: Music For Airports”, dem ersten Ambient-Teil der Serie. Die Teile 2 bis 3 scheinen irgendwie verschollen oder tarnen sich durch andere Namen (“Discreet Music”?).

An “On Land” und anderen Platten, die Eno von Mitte der 1970er bis Anfang der 1980er realisierte, kann man jedenfalls immer noch sehr beeindruckend ablesen, wie eine bewusste Reduktion der Mittel die Chancen erhöht, als Sound zeitlos zu werden, also auf etwas hinzusteuern, was man eigentlich, weil man so sehr in der eigenen Zeit verhaftet ist, gar nicht wirklich zielsicher ansteuern kann. Eno hat’s aber rausgehabt. Zusätzlich hat er sich eben auch mit Leuten umgeben, die es ebenfalls raushatten. Moebius und Roedelius zum Beispiel.

Das ganze “On Land”-Album ist bei YouTube als Stream anhörbar. Gute Gelegenheit, die Bürolautsprecher dezent aufzudrehen, die Landschaften zu kartieren, die im Geiste entstehen und sie mit dem I-Pod abzuscannen. Vielleicht landet man ja dann im Teufelsmoor nahe Bremen oder in den Hügeln vor Estremoz.

3 Gedanken zu “BRIAN ENO an land

  1. 'Paris 1919' ist auch ein schöner Jahreszahlen-Titel ;-))

    Und der Eno hat auch noch mit dem Herrn Cale kollaboriert, das ein oder andere Mal … (um den Bezug zu diesem Beitrag wieder herzustellen)

  2. auf der Robert Fripp "Under Heavy Manners/God Save The Queen" haste "1983". Dann Jimi Hendrix "1983..a merman I should turn to be" auf "electric ladyland"

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