26/09/2020

DENNIS WILSON wund

DENNIS WILSON pacific ocean blue
1977

 Wenn man nach dem Cover von “Pacific Ocean Blue”
googelt, sieht einen der bärtige Dennis Wilson in den vielen
Vervielfältigungen noch wunder an als ohnehin schon. Im Vergleich zu
den perfekt ineinander verschränkten Stimmen, mit denen die Beach
Boys Illusionen eines mythischen, grenzpubertären Kaliforniens
heraufbeschwören, wirkt Dennis Wilsons Stimme auf “Pacific
Ocean Blue” heiser und dünn. Man merkt ihm das
Erwachsen-Geworden-Sein an. Man ahnt auch, hier hilft kein Schluck
Wasser, um den trockenen Hals wieder feucht zu bekommen. Und das
Schichten seiner Stimme mit noch mehr Stimmen- mit seinen, mit
anderen – hilft auch nicht. Er wird nur immer einsamer werden, je
mehr er sich damit umgibt. Den Bombast vom “River Song”
habe ich gehasst, bis er mich mal mit voller Wucht traf. Die letzte
wirklich erschütternd gute Platte, die aus dem Umfeld der Wilsons
hervorgegangen ist.

(Foto: snobsite.com)

(video in deutschland nicht verfügbar …)

3 Gedanken zu “DENNIS WILSON wund

  1. werde ich nicht warm mit. liegt daheim rum wie bestellt und nicht abgeholt. soll aber eine wichtige platte sein, heißt es allerorten…..

  2. Na ja, die Wichtigkeit von Platten ist nicht so, äh, wichtig. 🙂
    Magst du denn die Beach Boys (also so von "Friends" bis "Holland" beispielsweise, als Brian Wilson nicht mehr so bestimmend war)?

  3. nö, eher nicht (ok, "friends" geht gerade noch so durch). aber bei denen geht es mir wie mit ihren britischen kollegen, den beatles. hitlieferanten vor dem herren, aber die alben….. (ich weiß, ich stehe mit der meinung ziemlich alleine da, aber egal ob "pet sounds", "smile", "sgt. pepper" oder weißes album, um nur einige zu nennen: nach dem dritten gähnen war die oper durchgefallen…. (und ich versuche mit regelmäßigkeit, mich an dem zeug abzuarbeiten, allein, mir fehlt der zugang). passt ja auch irgendwie zu deinem statement bezüglich "wichtiger" platten…;-))

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