25/11/2020

GENERAL STRIKE frischegeheimnis

 
GENERAL STRIKE: Danger in Paradise

Steve Beresford, David Toop, David Cunningham (Tape-Behandlungen)

Verlorenes Juwel aus dem Cunninghamschen Wurmloch, eingespielt 1979, 1981 und 1982, dann im selben Jahr gemixt, zusätzlich nochmal gemixt 1984 und 1995, dem Jahr, in dem sich das Teil das erste Mal auf CD materialisiert hat. 2011 gab’s dann nochmal einen Mix druff, und nun in voller Pracht über Staubgold als LP zu haben. Was wie eine zähe Geschichte klingt, ist in Wirklichkeit ein locker zu hörender Reigen duchaus nicht immer unschwieriger Bestandteile.Wie bei David Toop durchaus üblich, wird knackig mäandert, man steigt mittendrin in etwas ein, und findet dann einen Ausgang an unüblicher Stelle. So wie Toop im Grunde auch seine Texte über Musik verfasst, nämlich als freies Spiel individueller Verknüpfungen. Und das zusammen mit dem Pop-Appeal von 2-4-Minuten-Stücken macht wahrscheinlich auch das Geheimnis aus, warum General Strike total frisch wirkt.

Dem Entstehungszeitpunkt und den teilnehmenden Musikanten und Tape-Bearbeitern geschuldet, klingt General Strike ziemlich exakt wie Flying Lizards ohne Schepperzeug und plus dem Gedubbe von “The Secret Dub Life of The Flying Lizards”. Addiere Exotica-Listening-Charme, ‘n büschen Jazz und erfreue dich an diesem verspielten, aber ernst zu nehmenden Konglomerat, über dem auch Sun-Ra-Coverversionen ganz selbstverständlich schweben wie UFOS über südländische Urlaubstrände. Planschiges Meisterwerk, mich völlig begeisternd.

3 Gedanken zu “GENERAL STRIKE frischegeheimnis

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