28/11/2020

GRUMBLING FUR lebendige etwasse in nicht unoptimistischen ritualen

 

GRUMBLING FUR – furrier 
2011

Alexander Tucker – ein gern gehörter Geist auf Lärmpolitik – im Zusammenspiel mit Daniel O’Sullivan und Gästen.
Der grummelnde Pelz riecht nach lehmiger Erde und dröhnt noch mehr als
Tuckers Solo-Arbeiten. Mehr Fläche als Folk, mehr Stillstand als
Bewegung, mehr Instrumental als Gesang, mehr Drone als Song, aber auch
Stammesgrooves kommen nicht zu kurz. Immer interessant. “Recorded using a pair of Beyer m180 ribbon microphones in deep dark South London”.

Eine leichte
Trauer zieht sich manchmal durch die Tracks, wie sie vielleicht
lebendige Etwasse bisweilen befällt, wenn sie etwas nachdrücklicher über
ihr Schicksal nachdenken. Dann wieder haben wir Anteil an durchaus
nicht unoptimistischen Ritualen, chorähnlich geschichteten,
quasireligiösen Gesängen und Gurgellauten. “Bears Wandering Into Milky
Chapel” ist ein gewaltiger, psychedelischer Schleicher, der sich
weigert, sein Ende zu benennen.

Tolles, leicht schwindelig machendes Cover, betrachtet man es etwas zu
lange. Mal wieder von Tucker selbst illustriert. Die Mähne zieht sich
auch durch die übrigen Illustrationen des Albums.

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