HENRY THREADGILL dreck… und mehr dreck

 obwohl henry threadgill seit einigen jahrzehnten schon aktiv
ist, habe ich erstmals im vergangenen sommer von ihm gelesen, in
einer besprechung zweier aktueller alben in der wire. aber ich
beschäftige mich ja erst seit kurzem etwas mehr mit jazz, daher
tauchen namen, die anderen womöglich sehr vertraut sind, eben jetzt
erst auf meiner musikalischen landkarte auf. vielleicht ist dadurch
auch zu erklären, dass mich das henry threadgill 14 or 15 kestra:
agg
mit “dirt… and more dirt” gleich
begeisterte. es fühlte sich so frisch an, gleichzeitig aber extrem
entwickelt. eine gradwanderung aus genau und modern komponierten
teilen und improvisation, teilweise in der instrumentation
ungewöhnlich kombiniert (tuba, akkordion, klavier, bass, bleche,
perkussion, und anderes mehr). exakt, brillant und immer spannend zu
verfolgen. eigentlich auch erstaunlich eingängig.
threadgills
zweites album in 2018 – henry threadgill double up ensemble
“double up, plays double up plus”
– hat mich dagegen
kaum erreicht. hier wird die exaktheit des komponierens bis in die
leblosigkeit getrieben. wobei ich generell durchaus interesse an
lebloser musik haben könnte. wäre mal eine überlegung wert: top 7
der leblosen musik.

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