27/11/2020

J.J. CALE: leben mit der box

J.J. CALE: NATURALLY (1971)

Die ersten zehn Sekunden von “Call Me The Breeze” von J.J. Cale gehören für mich zu den schönsten Songanfängen überhaupt. Ich liebe die dumpf-elegante und basslastige Rhythmusmaschine darin (und natürlich Cales Genuschel). Beides verwischt den Sound des Intros, gibt ihm etwas Flirrendes und Undeutliches, fast so wie ein Maler, der über seine frische Pinselarbeit nochmal mit einem Schwamm drübergeht. Überhaupt ist “Naturally” (1971), die erste LP von J.J. Cale, Countryfolk’n’soul von zeitloser Güte. Keine vintage Gimmicks, keine Solo-Parts, dabei aber durchaus mal zupackend. Die Unaufgeregtheit, die sich darüber legt, nimmt “Naturally” aufs Angemehmste jeden Anflug herausgestellter Wichtigkeit.

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