MURIEL GROSSMANN späten coltrane durchkostend

muriel grossmann zitiert mit »golden rule« ziemlich offensichtlich »india« und andere stücke des späteren john coltrane. ist aber weniger dissonant und auf tonfindung aus. stattdessen wird eben das erreichte individuell und melodiös durchgekostet, was zu einer wirklich ganz wunderschön gleißenden, aber nicht oberflächlichen hommage geworden ist.

die band unterlegt das ganze mit einer interessanten, im hintergrund grummelnden und wieselnden klangstruktur, radomir milojkovic, der gitarrist, spielt ein bisschen grantgreenig und verpasst der musik dazu noch sehr bezaubernde akzente. passt alles super und da ich dieses jahr so gerne den späteren coltrane gehört habe – aber auf die ausgrabung „both directions“ keine lust habe – setze ich „golden rule“ auf platz fünf meiner jahresliste 2018.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.