30/11/2020

OPEN STRINGS alt / neu

 Open Strings Early Virtuoso Recordings From The Middle East, And New Responses

 OPEN STRINGS early virtuoso recordings 
                                     from the middle east, and new responses
2009

Aus den EMI-Archiven der ehemaligen Kolonialmacht England darf sich das Londoner Plattenlabel Honest Jon’s bedienen. Aus dem Vorderen
Orient der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts lassen sie „Open Strings“
auf dieser erstaunlichen Do-CD materialisieren.

Saitentöne auf
ungekannten Instrumenten entführen auf der ersten CD meisterhaft in die Gegenwart, wenn
auf einmal eine Improvisation ein maschinelles Geknatter imitiert (Hubschrauber?
Maschinengewehr? Oder ist es nur eine Variation, deren Bedeutung
hunderte Jahre alt ist?). Gradwanderungen aus Disziplin und
Leidenschaft, aus Sehnsüchten, Individualismen und Traditionen.

Auf CD2
werden zeitgenössische Gitarristen und andere Saitenspieler gewahr, wie tief sie von
diesem Zeug beeinflusst sind. Auch schön, aber an die Orientalen kommen
sie nicht ran, selbst Paul Metzger (hier) nicht.

Einziges Manko:
Keine Hintergrundinfos, nur dies: „Disc A is mostly 1920s recordings
from Egypt, Iran, Iraq and Turkey, transferred from original 78s in the
EMI archive, with sound restoration by Andy Walter at Abbey Road
Studios.
Disc B is new commissions in response”.

Ich hätte gerne
noch viel mehr erfahren als diese dürftigen Sätze und die Namen der
Musiker.

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