The Pop Group Y

The Pop Group – Y (1979)Mit dünnem Krach und Wut zerschossene Dubverfransungen. Ein Ausbund anHässlichkeit und Ungemütlichkeit. Man hätte meinen können, danach bliebkein Stein auf dem anderen. Die anderen Anderen, gegen die die Pop Groupihre Energie richtete, hat’s nicht interessiert. Ich kenneMenschen, die heißen Lars, für die ist „Y“ die wichtigste Platte ihres Lebens. Nicht zuUnrecht.  

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SAMMLUNGSDIGITALISIERUNG oder auch: ich spür da was

Im „Ich digitalisiere meine Sammlung wie es gerade kommt“-Wahn: ron wood – i’ve got my own album to do (uk, 1974) ronnie mit staraufgebot. eine wunderbar durchzuhörende platte, die auch damaligen funk mit aufnimmt. und eine rhythmusbox kommt auch vor! john coltrane – a love supreme (speakers corner) der star ist für mich hier elvin jones, der noch in den andächtigsten passagen die kompliziertesten moves aus dem handgelenk schüttelt. aber natürlich sind alle beteiligten unverzichtbar. …

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Dr. John †

Rest in peace, Dr. John. Ich habe ihn ausgerechnet durch Joachim Witt das erste Mal gehört. Der wurde mal Anfang der 80er Jahre im Radio interviewt und durfte die Musik zusammenstellen. Er spielte ein einfaches Piano-Stück von Dr. John, das mich sofort elektrisierte. Pure Magie. Seitdem habe ich den Dr. auf dem Plan. Ich weiß bis heute nicht, welches Stück das eigentlich war. Ich bin immer noch auf der Suche danach. Vielleicht verstellt dieses mythische …

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RODRIGO TAVARES congo | Kappen und öffnen

auch brazil – wie ben lamer gay (siehe eintrag von gestern) – auch jazz, aber eher ruhig: rodrigo tavares „congo“ als grundstruktur ein gitarrenalbum, angereichert mit mal perkussion, bass, vibrafon, echo, sax oder anderen selbstbegleitungen. musik, bei der man in jedes nachhallen hineinhorchen muss. im gegenzug horcht es zurück. das dürfte im sinne rodrigo tavares’ sein, der seine eigene musik nämlich gar nicht so stark mit sich in verbindung bringen möchte. daher der titel „congo“, …

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BEN LAMER GAY tropicalismo und so

ben lamer gay hat mir mit „downtown castles can never block the sun“ im vergangenen jahr das vielleicht individualistischte album beschert. obwohl musikalisch der vergleich sehr weit hergeholt ist, ja noch nicht mal nur hinkt, muss ich an eine mischung (in ihrer eigenart) aus skip spence’ „oar“, nas’ „illmatic“ und flying lotus denken. der sinn des albumtitels ist mir nicht ganz klar, obwohl ich als vertreter und nachfahre des kleinbürgertums mit affinität zur arbeiterklasse irgendwie …

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THE ROLLING STONES some girls – Lebenssituationsreflexionen

THE ROLLING STONES some girls (1978) Track-By-Track Miss You  Die nächtlichen Ausflüge in Pariser Clubs konfrontierten Mick Jagger und Charlie Watts aufs Unterhaltsamste mit Disco. Das erwähne ich immer gerne, weil viele Stones-Hörer den steinzeitlichen Gegensatz Rock vs. Disco aufmachen – und die Band selbstverständlich auf der “Rock”-Seite wähnen. Dabei war Jagger schon lange vorher ein begeisterter Clubgänger und Clubmusik-Hörer, von seiner Motown-Vorliebe und James-Brown-Bewunderung mal ganz abgesehen. Hör dir ein beliebiges Disco-Set von Larry …

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PERE UBU die ersten beiden ubus

Pere Ubu – The Modern Dance (1978) Pere Ubu – Dub Housing (1978) Jedes einzelne Mal, wenn ich die ersten Ubus höre – und ich höre sie beide meist hintereinander am Stück durch – stellt sich mir das euphorische Gefühl ein, die Rockmusik wäre an einem Punkt angelangt, von wo aus es völlig offen ist, in welche Richtung es weiter geht. So sehr scheint mir Pere Ubu das Format aufgebrochen zu haben, kantige Teile eingefügt, …

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