28/10/2020

PORTISHEAD: eine dekade rost


Erst wollte ich das nicht gut finden. Ich freute mich über den Verriss in der WIRE, weil alle anderen so von „Third“ schwärmten. Als ich das Album dann das erste Mal hörte, schämte ich mich für mein erbärmliches Checkertum, das immer alles erstmal schlecht machen muss, was so viele gut finden. Dass Portishead ein Jahrzehnt an dem Teil werkelten und dann zwischen die rostigen Maschinentracks einige provokante, raue Skizzen packen, zeugt von Größe und Humor. Extralob für den italienischen Vintage-Synthesizer und für Beth Gibbons stimmliche Verzweiflung.

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