19/09/2020

THE DEEP DARK WOODS: byrds on the bridge

 
THE DEEP DARK WOODS: winter hours
2009

The Deep Dark Woods klingen wie Neil Young ohne Neil-Young-Probleme. Nicht, dass nicht auch das ein oder andere Problem und unschöne Verhalten behandelt wird (Abschiede, Verfolgungsgedanken, Geld verlieren, energisches Klopfen an das Schlafzimmer der Angebeteten), aber es wird nicht so stark drunter gelitten. Stattdessen geht die Musik runter wie Kieferharz. Country-Rock, mit viel geschmeidigem Geäst, schön verzweigtem Harmoniegesang, ausgezeichneten, Langeweile-resistenten Songs mit angenehmem Holzgeruch. Zudem ist die Musik noch gut stopfbar, klebt nicht am Instrument, sondern macht einen lebendigen, transluzenten Eindruck. Ein ästhetischer Genuss, ohne wie ein Hollywoodgebiss zu wirken. Man verzeihe mir diejenigen Metaphern, die ich der Dental-Branche entlieh und genieße stattdessen diejenigen aus der Holz verarbeitenden Industrie. Sind schließlich Kanadier hier.

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