25/09/2020

VALET geistert

VALET blood is clean 2007

Noch etwas sperriger, gruseliger, lähmender, bisweilen auch klirrender als der Nachfolger “Naked City” von 2008. Vielleicht auch etwas unschuldiger. Wahrscheinlich lernen eben auch Geister ihr verfluchtes Leben lang dazu und werden erfahrener. Schamanentrommeln begleiten schweres Atmen, Synthieflächen legen Vergangenheitsschleier, dezente Gitarren verhallen in unheimlichem Gelulle, irgenwo zischt etwas wie Stacheldraht über Beton gezogen. Dazu lesen wir Carlos Castaneda rückwärts und schließen ob dieser Platitude ganz langsam die Augen auf Halbmast. 2007 war das Gemisch noch mindesthaltbar. Ich kann das aber immer noch manchmal hören.

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