CECIL TAYLOR anfänge angerissen

Zu Cecil Taylors „Conquistador!“ habe ich mich schon geäußert, ich fühlte mich atomisiert und angeregt – und besorgte mir „Unit Structures“ (1966) als Lp-Reissue, das andere Blue Note-Album von Taylor. Alan Silva beschrieb einmal, wie sie wochenlang dafür geübt hatten, nichts war Zufall, Taylor notierte die Musik. Und sowieso müsste man nur die Sleeve Notes lesen, dann wüsste man, wie Cecil Taylor arbeiten würde. Ich besorgte mir dann die Do-CD-Ausgabe von „Nefertiti, The Beautiful One …

Weiterlesen

KAMMERFLIMMER KOLLEKTIEF im ruf des handelns

Katrin Achinger, die menschliche Stimme des Kammerflimmer Kollektiefs, bleibt auf „There Are Actions Which We Have Neglected And Which Never Cease To Call Us“ weitgehend stumm. Obwohl ich einmal ein schnelles Wispern wahrzunehmen glaube. Aber die Qualität des Kollektiefs liegt ja unter anderem darin, bewusst werden zu lassen, dass man sich nie sicher sein kann, das zu hören, was außerhalb der eigenen Wahrnehmung wirklich existiert. Dunkler, ohne offensichtliche Hinweise auf Pophistorie, keine verschmitzten Titelnamen, die …

Weiterlesen

JOHN COLTRANE im aufstieg

Zurück ins pralle Leben und dem Sehnen nach all ihren Aspekten. Guten Tag, Kinder der Gestirne, guten Tag, Aszendenz. „Ascension“ habe ich über die Doppel-CD „The Major Works of John Coltrane“ kennengelernt, wo auch „Kulu Se Mama“, „Om“ und „Selflessness“ enthalten sind, was ich sehr passend finde. „Kulu Se Mama“ hatte ich mir ein paar Wochen vorher als gleichnamige CD besorgt, ebenfalls „Crescent“ und „Sun Ship“. Ich finde das CD-Format für den späteren Coltrane viel …

Weiterlesen

The Pop Group Y

The Pop Group – Y (1979)Mit dünnem Krach und Wut zerschossene Dubverfransungen. Ein Ausbund anHässlichkeit und Ungemütlichkeit. Man hätte meinen können, danach bliebkein Stein auf dem anderen. Die anderen Anderen, gegen die die Pop Groupihre Energie richtete, hat’s nicht interessiert. Ich kenneMenschen, die heißen Lars, für die ist „Y“ die wichtigste Platte ihres Lebens. Nicht zuUnrecht.  

Weiterlesen

SAMMLUNGSDIGITALISIERUNG oder auch: ich spür da was

Im „Ich digitalisiere meine Sammlung wie es gerade kommt“-Wahn: ron wood – i’ve got my own album to do (uk, 1974) ronnie mit staraufgebot. eine wunderbar durchzuhörende platte, die auch damaligen funk mit aufnimmt. und eine rhythmusbox kommt auch vor! john coltrane – a love supreme (speakers corner) der star ist für mich hier elvin jones, der noch in den andächtigsten passagen die kompliziertesten moves aus dem handgelenk schüttelt. aber natürlich sind alle beteiligten unverzichtbar. …

Weiterlesen

Dr. John †

Rest in peace, Dr. John. Ich habe ihn ausgerechnet durch Joachim Witt das erste Mal gehört. Der wurde mal Anfang der 80er Jahre im Radio interviewt und durfte die Musik zusammenstellen. Er spielte ein einfaches Piano-Stück von Dr. John, das mich sofort elektrisierte. Pure Magie. Seitdem habe ich den Dr. auf dem Plan. Ich weiß bis heute nicht, welches Stück das eigentlich war. Ich bin immer noch auf der Suche danach. Vielleicht verstellt dieses mythische …

Weiterlesen

RODRIGO TAVARES congo | Kappen und öffnen

auch brazil – wie ben lamer gay (siehe eintrag von gestern) – auch jazz, aber eher ruhig: rodrigo tavares „congo“ als grundstruktur ein gitarrenalbum, angereichert mit mal perkussion, bass, vibrafon, echo, sax oder anderen selbstbegleitungen. musik, bei der man in jedes nachhallen hineinhorchen muss. im gegenzug horcht es zurück. das dürfte im sinne rodrigo tavares’ sein, der seine eigene musik nämlich gar nicht so stark mit sich in verbindung bringen möchte. daher der titel „congo“, …

Weiterlesen