ALBERT AYLER TRIO spiritual unity

Ich habe es nicht so häufig, dass mir Tränen beim Musikhören einschießen, aber ich hatte diesen Moment in 2018, als ich Albert Aylers „Spiritual Unity“ hörte. Mir kommt Aylers Spiel wie eine einzige Zuspitzung vor, ein Konzentrat aller Noten und aller Schreie zu einem einzigen Ton, der wie ein Laser die Nerven abtastet. Das muss ich mir angelesen haben. Egal. Vollkommen ohne Beispiel.

Ich besorgte mir Bells/Prophesy“ dann als Expanded Edition und entdeckte auch hier besondere Momente zwischen Marschmusik, Chaos und Erbauung. Parallel lese ich immer wieder in Val Willmers „As Serious As Your Life und habe langsam das Gefühl, dass ein Leben nicht mehr ausreicht, diesen auseinanderfächernden Kosmos von Tönen, die immer wieder versuchen, miteinander in Kontakt zu treten und denjenigen damit etwas entgegenzusetzen, die immer wieder versuchen, sie daran zu hindern, auch nur halbwegs zu folgen.

Ein Kommentar

  1. Ich kannte den Namen, und ich hör mir ja gern mal seltsame Sachen an, seien sie auch noch so alt oder verschroben. Ok, and here it is : https://www.youtube.com/watch?v=xWsIG5sNq1Q
    Ich höre nicht mehr als eine Art Kinderlied, das variiert und als eine Art wichtigtuerischer Jazz verballhornt wird. Aber wo hört die “Parodie” auf und wo fängt die Musik an? Ich weiß es nicht und im Grunde interessiert es mich auch nicht, da gibt es interessantere Forschungsgebiete als endloses Getröte.
    Meine Katze sagt “mriaurr”.

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