19/09/2020

ASSOCIATES es ist freitag es ist ostern

ASSOCIATES fouth drawer down
1981

Heute im Test: Associates (ohne vorangestellten Artikel!): “The Affectionate Punch” habe ich vor Ewigkeiten verkauft, “Sulk” habe ich vor Ewigkeiten verkauft, “Fourth Drawer Down” habe ich behalten. Wegen “Tell Me Easter’s On Friday”. Und besonders wegen “White Car In Germany” – das ist einer derjenigen Dinger, die mich in Dekaden nie verlassen haben. Und “Easter’s” hat zudem noch einen absolut tollen Mittelteil, wo der Bass so reinmumpft, alles irgendwie in die Schwebe geht – super. “The Associate” ist ein irgendwie auf damaliges Zeitniveau gebrachter “Miss-Marple”-Soundtrack, gepaart mit den Residents (deren Musik der 1970er sich übrigens auch wieder mit einiger Macht in mein Leben zu drängen beginnt) – höre ich gerade und find’s immer noch sehr gelungen.

Fantastisch auch der “White-Car”-Nachklapp “An Even Whiter Car”: Auf Superzeitlupe runtergepitchter Synthie-Oper-Dub. “A Girl Named Property” hat am Anfang ein tolles Synthie-Riddim (kein Wunder, ist nämlich der von “White Car In Germany”), “Q Quarters” ist ein auch heute noch musikalisch interessanter dunkler Schleicher. Also ich sag mal: Mindestens die Hälfte von “Fouth Drawer Down” lohnt sich auch 2011. Ja, ich wage sogar die Prognose, mindestens die Hälfte von “Fouth Drawer Down” lohnt sich auch 2012.

5 Gedanken zu “ASSOCIATES es ist freitag es ist ostern

  1. nun, ich habe noch alle drei. nicht weil ich sie so oft hören würde. das ist ja auch immer so eine sache. da stehen hunderte, nein, tausende tonträger in der wohnung herum. selbst unterm bett verstauben -zum leidwesen meiner leiben frau- singles und cd's, ja und wann, wann hört man das eigentlich immer alles? vor allem wenn man immer neues zeug kauft anstatt herunter zu laden. dann kommen so tage, wo man denkt, dass das doch alles murks ist, wer braucht das alles und am besten schafft man jetzt platz – und verkauft. für einen appel und ein ei (schön wäre es, wenn so viel dabei herumkommen würde). im frühjahr diesen jahres war es bei mir wieder so weit. ein paar hundert tonträger mussten weichen. und wie immer bereue ich in der zwischenzeit den ein oder anderen verkauf. natürlich nur beim vinyl (bei cds ist mir das dann schon eher ''wurscht''). vielleicht stehen deshalb noch alle drei associates alben bei mir herum ohne das ich -selbst nach der lektüre deines beitrags- den besonderen drang verspüre, die platten anzuhören.

    liebe grüße und einen guten rutsch, andreas

  2. Einspruch, für mich wurden die Associates erst mit Sulk und Perhaps so richtig gut und auch die Wild & Lonely hatte noch tolle Momente. Billy MacKenzie verfügte über eine Jahrhundertstimme und erst mit den völlig überkandidelten Songs von Sulk (Parts Fears Two, Club Country)hatte er das passende musikalische Umfeld gefunden.
    Gruß, Ornette und komm gut ins neue Jahr! Nächstes Jahr bitte, bitte mehr von Dir!

  3. Danke, Andreas und Ornette, für eure Kommentare. Auch ich fühle mich manchmal lächerlich inmitten meines Haufens physischer Tonträger. Aber dann machts mir auch wieder Spaß. Aber von den Associates kommt mir jetzt nichts mehr ins Haus. Ich habe mich bei ihnen für die noch nicht ganz so völlig überkandidelte Phase entschieden. 🙂

    Euch ebenfalls einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr! Und fürs Bei-Der-Stange-Bleiben trotz zeitweiliger Funkstille auf Zu-Zeiten und für eure vielen Kommentare das ganze Jahr über gibt es nochmal ein paar Extra-Schmatzerl auf die Wangen. Es tut immer gut zu wissen, da draußen liest wer mit. Prost!

  4. hmmmm, affectionate punch war eigentlich immer die einzige, die ich von denen von hinten bis vorne gut fand, den rest fand ich eher immer etwas nervig, aber da findet halt jeder einen anderen zugang zu dem zeug und das ist auch gut so.
    happy new year allerseits.
    viele grüße,
    g

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