19/09/2020

R.I.P. MARC ORLEANS

R.I.P. Marc Orleans

Anfang der Nuller-Jahre rettete mir The Sunburned Hand Of The Man mit „Headdress“ eine psychedelische Idee, die ich längst begraben hatte: Tribalistisches Zusammenkommen mit Bongos, Gitarren, Hundegebell, Field-Recordings in komplett refrainfreien Zonen voller Echobesäufnisse. Ich war begeistert von dieser Musik, der jede kompositorische Strenge abging, sie zwar kannte, aber sich stattdessen in Dunkelheiten treiben ließ, als schaute man durch ein Gebüsch in sicherer Entfernung unheimlichen Typen am Lagerfeuer zu, um sich einen Augenschlag später mittendrin zu finden, nicht mehr wissend, wer man ist, wer man war und wer man sein wird. Einer der Typen an der LSD-Gitarre war Marc Orleans. Dafür sage ich „Danke!“.

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