25/09/2020

MANITOBA: in flammen

Manitoba: Up In Flames (2003)

Mit Manitoba schien was möglich. Ein Gefühlssampling, nicht pulverisierend und nicht bewusst nicht deutend (wie es Jan Jelinek so wunderbar hinbekommt, das Nicht-Deuten nämlich), sondern eine mit der Nase heftig in andere zügellose Zeiten stoßende Musik, die sich irgendwo zwischen 1966-alles-ist-möglich-Gefühl und Asien-alles-was-möglich-ist-scheint-schon-erfüllt-ich-hab-Gott-gesehen-in-dem-Zeug-das ich geschluckt-hab durchpflügt. Ein Sample-Brett aus Drums und westlichen Indie-Indien-Vorstellungen, mit Brian Wilsons Käsemauken im Kunstsand verklärter Fake-Erinnerungen paddelnd. Ein Spielzeug, so verlockend wie eine ferne Erinnerung. Ein Bekannter hat sich tatsächlich mal zu Manitoba total ausgeklinkt und ist ihm Monate auf seiner Reise durch die Welt (und der Sounds) gefolgt. Jeden Abend bis zur Erschöpfung verausgabend.

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